Infotage 2026: Einblicke in die Zukunft der beruflichen Vorsorge
Die Infotage 2026 fanden am 20. und 27. Januar 2026 im Kongresshaus Zürich statt und erwiesen sich mit über 800 Teilnehmenden als grosser Erfolg. Zahlreiche Fachpersonen aus der beruflichen Vorsorge nutzten die Gelegenheit, sich intensiv über aktuelle Entwicklungen, bestehende Herausforderungen sowie zukünftige Fragestellungen der Branche zu informieren und auszutauschen.
Auftakt mit der neuen Aufsicht ATIOZ
Zu Beginn der Veranstaltung stellte Roger Tischhauser, Direktor der neu geschaffenen Aufsichtsorganisation ATIOZ, die Organisation sowie zentrale Themen der BVG- und Stiftungsaufsicht für Tessin, Ostschweiz und Zürich vor. In seinem Referat ging er auf die Organisation und Finanzierung der ATIOZ ein und beleuchtete die finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen sowie die aktuellen Aufsichtsschwerpunkte. Besonderes Augenmerk galt den neuen Tarifen sowie den angepassten und weiter digitalisierten Prozessen im Zusammenhang mit der Einreichung von Unterlagen. Die ATIOZ setzt damit verstärkt auf Digitalisierung und bittet die angeschlossenen Einrichtungen, diese Neuerungen in ihren Abläufen zu berücksichtigen.
Fachliche Schwerpunkte der Infotage
Inhaltlich boten die Infotage ein breites und vielseitiges Themenspektrum, das unterschiedliche Perspektiven der beruflichen Vorsorge abdeckte:
Volkswirtschaftlicher Ausblick mit einem vertieften Blick auf makroökonomische Trends und die Auswirkungen der aktuellen US-Wirtschaftspolitik auf Vorsorgeeinrichtungen (Aymo Brunetti)
Anlagethemen und finanzielle Führung mit Fokus auf die Herausforderungen in einem zunehmend volatilen Marktumfeld (Andreas Reichlin, Oliver Dichter, Emmanuel Vauclair, Moderation: Marek Ondraschek)
Aufsichtsthemen mit aktuellen Fragestellungen aus der Aufsichtspraxis und deren Bedeutung für die Branche (Norbert Eberle, Patrizia Heinel, Steven Forster)
Vertiefungsthemen, die sich unter anderem mit der Umsetzung der FRP 7 in Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen befassten, Handlungsoptionen für Pensionskassen im Umgang mit Kapitalbezügen aufzeigten und die damit verbundene soziale Verantwortung thematisierten. Darüber hinaus wurden Erkenntnisse aus der Studie zur differentiellen Sterblichkeit sowie die technischen Grundlagen des BVG 2025 und deren Auswirkungen auf die berufliche Vorsorge diskutiert (Roger Baumann, Marco Cincera, Isabelle Vetter-Schreiber, Marta Mozar, Anna-Laura Wickström, Christoph Plüss, Iwan Lanz, Kate Kristovic, Gerold Betschart)
Ein inhaltlicher Höhepunkt bildete das Abschlussreferat „Mensch, Maschine, Verantwortung – wer entscheidet über unsere Vorsorge?“, in dem die Rolle von Künstlicher Intelligenz und automatisierten Systemen in der beruflichen Vorsorge beleuchtet wurde (Dalith Steiger-Gablinger).
Networking und Ausblick
Neben den fachlichen Referaten bot der Networking-Apéro den Teilnehmenden die Möglichkeit zum persönlichen Austausch und zur Vertiefung der Diskussionen. Insgesamt konnten die Infotage 2026 als sehr gelungene und erfolgreiche Veranstaltung abgeschlossen werden.
Bereits heute laden wir Sie ein, sich einen der untenstehenden Termine für die Infotage 2027 vorzumerken:
Dienstag, 19. Januar 2027
Dienstag, 26. Januar 2027
Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden für Ihre Präsenz und den wertvollen Austausch. Wir freuen uns, Sie auch im kommenden Jahr wieder an den Infotagen 2027 begrüssen zu dürfen.